Greta Garlichs
Ich kandidiere auf Listenplatz:
1
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
in unseren Kommunen entscheidet sich das gute Leben vor Ort. Hier erleben Menschen in ihrem Alltag, ob Politik für sie da ist oder nicht. Ob der Bus fährt. Ob die Miete bezahlbar ist. Ob wir sicher durch die Energiekrise kommen. Ob ihr Job sicher ist. Hier spüren die Menschen unmittelbar politische Entscheidungen.
Ich sage es ganz ehrlich: Als Nachrückerin im Stadtrat habe ich immer wieder in die Region geschaut und meine Begeisterung ist dabei stetig gewachsen. Die Region ist deutschlandweit einzigartig und so vielfältig wie die gesamte Bundesrepublik – auf einer Fläche des Saarlands. Wir Grüne sind ein starkes Team: Unsere Dezernent*innen bringen richtungsweisende Erfolge und beständigen Fortschritt auf die Schiene, die Regionspartei ist so lebendig und professionell wie noch nie und die Fraktion leistet herausragende Arbeit in einer von Vertrauen geprägten rot-grünen Koalition. Es ist die Stabilität, der Gestaltungswille und die tiefe inhaltliche Überzeugung, die in die ganze Region Hannover ausstrahlt.
Im Rat der Stadt Hannover durfte ich in dem knapp über einem Jahr als energiepolitische Sprecherin Pflöcke einschlagen mit der Wärmewende und dem erfolgreichen Abschalten des ersten Blocks des Kohlekraftwerks. Das war ein gemeinsamer Erfolg von Klimabewegung, enercity, Politik und Verwaltung, für den wir hart gekämpft haben. Im Aufsichtsrat von enercity konnte ich das leben, was uns Grüne ausmacht: Klima, Soziales und Wirtschaft eng zusammendenken, Akteure an einen Tisch holen und dabei Meilensteine zu erreichen für unsere Stadt.
Als proKlima-Kuratoriumsvorsitzende habe ich Strukturprozesse begleitet und Hand in Hand gearbeitet mit vielen Bürgermeistern der Umlandkommunen und eine Sache für mich mitgenommen: Die großen Fragen lösen wir nur gemeinsam. Die Region funktioniert dann gut, wenn wir sie als Ganzes denken in ihrer Komplexität, in ihren Unterschieden und ihren Gemeinsamkeiten. Und: Die Wärmewende wird nur gelingen, wenn sie sozial gerecht gestaltet ist. Die Region kann hier koordinieren, beraten, fördern – und dafür sorgen, dass niemand überfordert wird.
Der Ausbau der Erneuerbaren schafft Arbeitsplätze, macht uns unabhängig und ist ein riesen Wirtschaftsmotor für die ganze Region. Das ist handfeste Strukturpolitik. Bis zu 24,9 Milliarden Euro werden in die Region Hannover fließen, wenn der Klimaschutz hier weiter konsequent umgesetzt wird. Ich möchte in der Regionsversammlung die grüne Vernetzung mit den Wirtschaftsakteuren, Handwerk und Co. stärken, damit die Region Hannover auch in Zukunft stark aufgestellt ist. Ob im Austausch mit Windradbetreibern in Wunstorf oder den Stadtwerken in Neustadt a.R. – ich bin begeistert von dem, was die klugen Köpfe in der Region vorantreiben! Standortpolitik ist für uns so viel mehr als Straßenbau – und für die nachhaltige Weiterentwicklung der Region braucht es den Blick über den Tellerrand. In der Region wurde Weltindustriegeschichte geschrieben und sie ist bis heute wichtiger Industriestandort. Ich will, dass sie im Zeitalter der Erneuerbaren Frontrunnerin ist.
Die Region trägt auch Verantwortung für unsere natürlichen Lebensgrundlagen – von Landschaftsschutz über Gewässer bis zum Artenschutz. Mir ist wichtig, dass wir diese Verantwortung ernst nehmen. Unsere Kulturlandschaften sind Lebensraum für viele bedrohte Arten, etwa den Feldhamster, der in unserer Region noch vorkommt und besonderen Schutz braucht. Gute Umweltpolitik heißt für mich deshalb, Naturschutz, Landwirtschaft und regionale Entwicklung zusammenzudenken. Wenn wir unsere Böden, Gewässer und Artenvielfalt schützen, sichern wir nicht nur Natur, sondern auch Lebensqualität für die Menschen vor Ort.
Ein besonderes Potential sehe ich in der Entwicklung der Leine als „Blaues Band“ unserer Region, also unserer Forderung im Wahlprogramm. Die Leine verbindet viele Kommunen unserer Region. Wenn wir der Leine wieder mehr Raum geben, ihre Ufer ökologisch aufwerten und sie stärker als verbindendes Landschaftselement denken, profitieren Natur, Hochwasserschutz und Naherholung gleichermaßen.
Gleichzeitig geht es um soziale Stabilität. Bezahlbares Wohnen ist eine der zentralen Fragen – gerade in Stadtteilen wie Linden oder Ricklingen, aber auch in den Umlandkommunen. Wer denkt, bezahlbares Wohnen sei ein Problem der Landeshauptstadt, verkennt die Realität. Wir brauchen eine aktive Bodenpolitik, eine starke kommunale Wohnungswirtschaft und klare Prioritäten bei Fördermitteln. Ein besonderes Lieblingsthema von mir in unserem Regionswahlprogramm ist die Vision Zero bei Femiziden. Wir wollen, dass keine Frau mehr getötet wird, dass jede Frau einen sicheren Platz findet.
Besonders mitgenommen hat mich der Mord an Rahma A. aus Hemmingen. Ich war bei der Gedenk-Demonstration und stehe in regelmäßigem Austausch mit der Initiative. Und ich frage mich bis heute: Wäre die gesellschaftliche Reaktion auf ihre Ermordung eine andere, wäre sie weiß? Was hat das mit den vielen Menschen in unserer Region gemacht, die eine Zuwanderungsgeschichte haben so wie Rahma? Unsere Antwort darf nicht sein, zu schweigen, sondern umso entschlossener gegen institutionellen, individuellen und strukturellen Rassismus zu kämpfen. Die Region Hannover ist stark aufgrund der Menschen, die in all ihrer Vielfalt hier leben. Genau das liebe ich und macht unser Zuhause erst zu unserem Zuhause. Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes muss vor allem in diesen politischen Zeiten aber wieder mehr mit Leben gefüllt werden: für eine vielfältige Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Glauben, Behinderung oder Identität die gleichen Chancen und die gleiche Würde haben. Im Kampf gegen Nazis könnt ihr euch auf mich verlassen: Kein Fußbreit dem Faschismus, egal wo!
Für Wahlbereich 6 heißt das konkret: lebenswerte Quartiere in Linden-Nord, Linden-Mitte und Linden-Süd, eine kluge Entwicklung in Limmer, gute Perspektiven für Bornum, starke soziale Infrastruktur in Mühlenberg, verlässliche Mobilität in Wettbergen und Ricklingen. Stadtteile mit sehr unterschiedlichen Herausforderungen, genau wie die ganze Region Hannover, die wir im Blick haben.
Ich kandidiere für Listenplatz 1 in meinem Wahlbereich, weil ich Verantwortung übernehmen will. Ich kämpfe aus vollem Herzen für die Menschen, die hier leben, für meine Themen und für meine Fraktion. Ich möchte Vertrauen in demokratische Politik stärken durch Transparenz und Präsenz vor Ort. Und ich habe Freude daran, unterschiedliche Akteur*innen an einen Tisch zu bringen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Die Region Hannover ist für mich sehr viel mehr als eine Verwaltungsebene. Sie ist Identität und mein Zuhause, von Wanderungen zur Marienburg, Nächte an der Limmerstraße, Radtouren entlang der Ihme oder Orchesterfreizeiten in der Jugendherbe am Steinhuder Meer. Zusammen mit euch will ich, dass sie ein Zuhause für Alle wird.
Herzliche Grüße
Eure Greta