| Veranstaltung: | Wahlprogramm Region Hannover 2026 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Regionsvorstand (dort beschlossen am: 22.01.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 19.01.2026, 14:15 |
A9: 9. Eine mobile Gesellschaft - Für eine zuverlässige, günstige und komfortable Möglichkeit von A nach B zu kommen
Text
Die Region Hannover ist für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
zuständig. Ob S-Bahnen, Busse, Stadtbahnen oder Sprinti – wir arbeiten intensiv
daran, dass alle Menschen zuverlässig, günstig und komfortabel mobil sein
können. Das erleichtert den Alltag und ist zugleich ein zentraler Beitrag zum
Klimaschutz.
In der vergangenen Wahlperiode haben wir den ÖPNV deutlich attraktiver gemacht.
Mit dem Hannover JobTicket, dem Sozialticket, dem Ehrenamtsticket und der
Jugendnetzkarte haben wir den ÖPNV für viele Menschen bezahlbar gemacht. Mit dem
Verkehrsentwicklungsplan VEP 2035+ haben wir konkrete Maßnahmen beschlossen, um
die Verkehrswende voranzubringen und den CO₂-Ausstoß im Verkehrssektor deutlich
zu senken. Sprinti ist ein echtes Erfolgsmodell im Umland. Dieses bundesweit
einmalige Angebot haben wir langfristig abgesichert. Der europaweit erste
autonome Linienbus Albus fährt seit einigen Monaten in Burgdorf. Mit neuen
SprintH-Linien sind Stadt Hannover und Umland auch mit dem Bus schnell
miteinander verbunden. An diese Erfolge wollen wir anknüpfen.
Wir bauen die Infrastruktur von S-Bahnen, Stadtbahnen und Bussen weiter aus.
Neue Verbindungen und zusätzliche Haltestellen schaffen bessere Erreichbarkeit,
unter anderem zum Neubau der Medizinischen Hochschule. Wir schaffen neue
Bahnstationen, wie etwa Laatzen-Mitte oder Waldhausen. Diese attraktiven
Umsteigeanlagen machen den Wechsel zwischen Verkehrsmitteln einfacher und
komfortabler. Haltestellen bauen wir konsequent barrierefrei aus – denn der ÖPNV
ist für alle da.
Mobilität ist Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Sie ermöglicht
Menschen, unabhängig vom Wohnort Arbeit, Bildung, Gesundheitsversorgung und
soziale Angebote zu erreichen. Mit flexiblen Angeboten wie dem Sprinti ergänzt
die Region Hannover den öffentlichen Nahverkehr dort, wo feste Takte an Grenzen
stoßen. Darauf bauen wir auf und sorgen für sichere, bezahlbare Mobilität – auch
in den Abend- und Nachtstunden.
Mobilität darf keine Frage des Einkommens sein. Mit dem 9-Euro-Ticket haben wir
im Bund 2022 den Grundstein für das heutige Deutschlandticket gelegt. Für viele
Beschäftigte, Jugendliche, Ehrenamtliche und Menschen mit geringem Einkommen
bieten wir das Deutschlandticket in der Region Hannover bereits für 35 Euro pro
Monat an. Für Jugendliche und Menschen mit geringem Einkommen wollen wir weitere
Vergünstigungen schaffen.
Wir setzen uns dafür ein, dass alle Schulkinder in der Region Hannover eine
kostenlose Fahrkarte für das gesamte Regionsgebiet erhalten. Die bisherige 2-
Kilometer-Grenze zwischen Wohnort und Schule ist willkürlich und ungerecht.
Gemeinsam mit den regionsangehörigen Städten und Gemeinden suchen wir nach
tragfähigen Lösungen.
Nachhaltige Mobilität denkt alle Verkehrsmittel zusammen. Ob Bus und Bahn,
Fahrrad oder Auto – jedes Verkehrsmittel hat seinen Platz. Entscheidend ist,
einen starken Umweltverbund aufzubauen, in dem Menschen für ihre Wege einfach,
flexibel und klimafreundlich das passende Verkehrsmittel wählen können. Rückgrat
dieses Umweltverbundes ist der öffentliche Verkehr mit Bus und Bahn. Dafür
sorgen wir mit der notwendigen Infrastruktur, guten Umsteigemöglichkeiten und
einer verlässlichen Vernetzung der Angebote.
Alle Menschen sollen sich in ihrem Alltag angstfrei fortbewegen und unversehrt
ihre Ziele erreichen können. Gerade Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit
Behinderung brauchen eine besondere Aufmerksamkeit bei der Verkehrsplanung. Für
uns ist Verkehrssicherheit ein zentrales Anliegen. Wir setzen uns weiter für die
Vision Zero ein: Niemand soll im Straßenverkehr getötet oder schwer verletzt
werden.
Perspektivisch schaffen wir ein sternförmiges Netz aus Radschnellwegen mit
Querverbindungen im gesamten Regionsgebiet. Die ersten Radschnellwege nach
Lehrte, Langenhagen und Garbsen sind bereits geplant und werden in den kommenden
Jahren finalisiert. Weitere Radschnellwege werden künftig Burgdorf, Ronnenberg,
Pattensen, Gehrden und Uetze enger mit der Landeshauptstadt verbinden.
Änderungsanträge
- A9-084 (Julia Stock (KV Hannover), Eingereicht)
Kommentare
Wilhelm Zabel: